Der Beinahe-Fail: Urheberrecht nur im kommerziellen Bereich

Fast wäre es in unserem Wahlprogramm gelandet. Die Aussage, dass das Urheberrecht nur im kommerziellen bereich Gültigkeit haben soll.
Glücklicherweise wurde der Alternative Antrag (grauer Kasten; Vorsicht, lange Seite) angenommen.
Auch dieser ist sicherlich nicht perfekt, aber hier eine kurze Erklärung warum der Original Entwurf von Jens auf keinen Fall hätte durchkommen dürfen, ich zitiere mich einfach mal aus der Aktiven Mailingliste:

Ganz simpel:
Code unter GPL.
nehme ihn mir privat, editiere ihn (füge z.B. ein Kommentar hinzu).
Da wir momentan im privaten Bereich sind hat die GPL für mich keine
Gütigkeit, daher muss ich mich auch nicht an das copyleft der GPL
halten.
Also kann ich den Code beliebig wieder veröffentlichen, z.B. als Public Domain.
Nun kann jemand „meinen“ Code nehmen, ihn kommerziell verwenden (okay,
hier zählt es wieder, aber die Person nimmt ja nicht den GPL Code
sondern meinen PD Code.) ohne sich an die GPL zu halten.
Das ist die eine Sache.

Die andere:
Alle Creative Commons NC Lizenzen wären bis auf den „NC“ Part auf
einen Schlag nutzlos.
Namensnennung? Nö, unwichtig.
Share Alike? Kannste vergessen.

Wenn der erste Vorschlag durchgekommen wäre, wäre das eine Katastrophe gewesen.
Ich zumindest hätte nicht gewusst wie ich so einen Unfug jemals am
Info Stand vertreten sollte.

Gruß Christoph

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Kernpartei Piraten

Nachdem ich gerade wieder einmal einen Blogeintrag gelesen habe, warum die Piraten keine richtige Partei seien, dachte ich mir, dass es mal Zeit wird dass ich mich dazu äußere.
Als erstes möchte ich sagen, dass auch ich für den Antrag von Andreas Popp zur Programmkonzeption gestimmt habe.

Da geht es im groben darum, das wir offensive Wahlkampfthemen haben die nur aus unserem Kernprogramm kommen und für die wir kämpfen.
Dazu gibt es defensive Themen in denen die Partei eine allgemeine Meinung hat. Also Sachen wie ein Piraten-Abgeordneter abstimmen würde und was wir unterstützen würden. Bloß niemals auf Kosten der Kernthemen.
Natürlich müssen diese noch weiter ausgearbeitet werden, aber wir können uns auch schlecht Meinungen, Ideen und Lösungen aus dem Nichts herziehen. Da muss diskutiert werden, das müssen Leute mit Sachverstand erarbeiten.

Ich weiß nicht warum das als Nachteil betrachtet wird. Vergleicht man das mit den mittleren Parteien die für alles mögliche stehen, merkt man keinen Unterschied solange sie in der Opposition sind. Aber wehe sie kommen an die Regierung. Dann muss der Wähler feststellen, dass auch diese ihre Kernthemen haben. Nämlich die paar bei denen sie nicht umfallen.

Anders gesagt, wählt ruhig die anderen, die versprechen euch alles, haben aber nur eine kleine, geheime Menge von Elementen für die sie auch kämpfen werden.

Einzelne Mitglieder der Piraten ≠ Piratenpartei

Ich muss sagen, ich bin genervt.
Genervt von all den Leuten, vor allem bei Twitter, die anscheinend der Meinung sind, dass jedes x-beliebige Mitglied (oder auch jeder Sympathisant) mit seinen Aussagen die Piratenpartei vertritt.
Wenn ein SPD Mitglied eine Aussage tätigt, auch wenn es dabei seine Partei verteidigt, dann wird seine Aussage als die eines Menschen betrachtet.
Wenn ein Mitglied der Piratenpartei eine Aussage tätigt wird das auf Twitter / in Blogs fast so gewichtet als würde ein CDU MdB diese Aussage tätigen.
Heraus kommt dann „Die Partei kann nicht mit realistischer Kritik umgehen“ o.ä.
Oh, Entschuldigung, wir werden sofort in die Satzung aufnehmen das alle Mitglieder die nicht super kritikfähig sind aus der Partei geschmissen werden.
Leute, bitte redet nicht von ernsthafter Kritik, wenn ihr dann so einen Unfug verzapft.

Ich stelle mich gerne jeder Diskussion, es mag auch sein, dass ich euch recht gebe, aber bitte wirkt nicht wie die letzten Heuchler, das bringt niemanden weiter.

Nachtrag
Ein kurzes Twitter Gespräch mit einem SPDler dazu:

danielbaer: @cwagner Zzt macht es aber den Eindruck, als sei jedes Parteimitglied irgendwie relevant – @piratenpartei gibt sich sehr basisdemokratisch.

cwagner: @danielbaer Auch jeder Gegner kann mitarbeiten. Dessen Meinung deshalb auch #Piratenpartei Meinung?

Und nur der Vollständigkeit halber:

danielbaer: @cwagner Ich glaube, WIR sind uns da einig.

Nachtrag Ende

PS: Allgemeine Sache hier, kein Bodo Bezug.

JA, MEIN IMPERATOR!

Wenn ich schon was spaßiges poste, dann gleich auch dieses schöne via twitter verbreitete Foto:

JA, MEIN IMPERATOR!

JA, MEIN IMPERATOR!

PS: Quelle des Spruchs scheint @Weltkritiker zu sein.

Die Sozialistische Weltrepublik

Also erst einmal: Ich bin kein Kommunist. Fefe vermutlich auch nicht. Trotzdem hatte er dieses Lied zu Blue Moon bei Radio Fritz mitgebracht.
Es ist „Der heimliche Aufmarsch“ von Erich Weinert. Die schöne Melodie und der eingängige Refrain machen dieses Lied IMO zu einem Hit :D
Aber hört selbst:

Mangelnde Erziehung: Christoph Minhoff & Rupert Scholz

Ja, es war eine mediale Hinrichtung der Piratenpartei die auf gerade zu dreist auffällige Art ein abgekartetes Spiel war.

Ja, die „Piraten“ wurden vorgeführt in einer Diskussion die nicht nur Generationsmäßig sondern Gesellschaftsmäßig 2 gegen einen war.
All das und noch mehr stimmt.

Aber was mich aufregte war die Dreisigkeit mit der die beiden total verzogenen Konservativen Christoph Minhoff & Rupert Scholz dem Vorsitzendem der Piraten, Dirk Hilbrecht, regelmäßig ins Word gefallen sind. Meist ca. 2-3 Sekunden nachdem dieser angefangen hatte zu sprechen.
Wertungs-befreit wundere ich mich, dass Dirk so derartig ruhig bleiben konnte. Ich hätte das sicherlich nicht geschafft.
Was für Eltern muss man haben, um so verdorben zu sein, sich selber so weg zu schmeißen wie Christoph Minhoff & Rupert Scholz.

Beide sind ein Paradebeispiel für die Art von Mensch an die ich denken muss wenn wieder jemand davon redet wie unmöglich die Jugend von heute ist. Genau wie die alten Damen die knapp davor stehen ihre Ellenbogen zu nutzen um ja als aller erstes im Bus zu sein. Genau wie die älteren Herren die an Bahn und Bus Ausgängen im weg stehen nur um 2 Sekunden früher Einsteigen zu können (dabei aber alles verzögern).

Dumm in Deutschland

Die feministische Bewegung in Deutschland lebt (hoffentlich). Aber wenn sie sich hinter Alice Schwarzer und ihre „Emma“ stellt, kann sie auch gleich aufgeben.
Wenn Feminismus auf Bild Niveau alles ist, was man kann, kann man es auch gleich lassen.